Volkswagen Crafter: I und II Generation, Motoren und Karosserieversionen
Volkswagen Crafter — ein großer Transporter, dessen zwei Generationen sich stark unterscheiden: Die erste wurde gemeinsam mit dem Mercedes-Benz Sprinter entwickelt, die zweite ist ein reines Volkswagen-Modell. Wir schauen uns an, wie sich die Generationen unterscheiden, welche Motoren am häufigsten anzutreffen sind, welche Karosserieversionen verfügbar sind und was man vor dem Kauf eines gebrauchten Crafter prüfen sollte.
Crafter im Überblick
Der Crafter ist seit 2006 auf dem Markt und hat den LT-Modell abgelöst. Er ist als Kastenwagen, Kombi, Pritschenwagen, Doppelkabine oder Kippwagen erhältlich. Meistens wählt man aus mehreren Längen und Dachhöhen sowie aus mehreren zulässigen Gesamtgewichten — von 3 bis 5 Tonnen.
Der Crafter überzeugt durch seinen großen Laderaum, die komfortable Kabine und die Fahrdynamik der zweiten Generation, die sich fast wie ein Pkw anfühlt. Der Zwilling der zweiten Generation ist der MAN TGE, sodass Ersatzteile und Werkstätten keine Seltenheit sind.
I und II Generation — worin unterscheiden sie sich?
Die erste Generation (2006–2016, überarbeitet 2011) ist technisch sehr nah am Mercedes-Benz Sprinter: Karosserie und Fahrwerk sind gemeinsam, die Motoren stammen von Volkswagen. Es handelt sich um einen Heckantrieb, der auf dem Gebrauchtwagenmarkt der günstigste, aber oft schon stark abgenutzt und anfällig für Rost ist.
Die zweite Generation (seit 2016) ist komplett neu: Sie ist mit Front-, Heck- oder Allradantrieb (4MOTION) erhältlich. Die häufigsten Längen liegen etwa zwischen 6 und 7,4 Metern, und der elektromechanische Servolenkung ermöglicht den Einsatz moderner Assistenzsysteme, wie z.B. Park- und Spurhalteassistenten.
Neuere Modelle der zweiten Generation erhielten ein überarbeitetes Interieur, ein digitales Armaturenbrett und mehr Assistenzsysteme. Zudem wurde der elektrische e-Crafter angeboten. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind dies die teuersten, aber auch am wenigsten gefahrenen Crafter.
Motoren und Getriebe
Bis 2011 wurde zunächst ein Fünfzylinder-2.5-TDI-Diesel (ca. 109–163 PS) verwendet, nach dem Facelift ein Vierzylinder-2.0-TDI (ebenfalls ca. 109–163 PS, die stärkste Version mit zwei Turboladern). Die Getriebe sind meistens manuell.
In der zweiten Generation ist nur der 2.0-TDI-Diesel zu finden, meistens mit etwa 100–180 PS. Neben dem 6-Gang-Schaltgetriebe kann man auch ein 8-Gang-Automatikgetriebe wählen.
Der Vorderradantrieb des zweiten Crafter ist leichter und hat eine niedrigere Ladefläche, der Hinterradantrieb ist besser für schwere Lasten, Anhänger und die schwersten Versionen mit Doppelbereifung an der Hinterachse geeignet.
Was beim Kauf eines gebrauchten Crafter zu beachten ist
Nutzfahrzeuge wie der Crafter haben oft hohe Laufleistungen, daher sollten Sie den Zustand anhand der Wartungs- und Serviceunterlagen prüfen. Überprüfen Sie die Kupplung und das Zweimassenschwungrad: Vibrationen beim Anfahren oder Ruckeln im Leerlauf können auf eine teure Reparatur hinweisen.
Bei Fahrzeugen der ersten Generation sollten Sie auf Korrosion achten – diese tritt häufig an den Radkästen, den Türschwellen, den Schweller und den Hecktüren auf. Bei Dieselmotoren sollten Sie den Turbolader, die Einspritzdüsen, das EGR-Ventil und den Partikelfilter überprüfen.
Überprüfen Sie bei der zweiten Generation, ob das AdBlue-System und die Hilfssysteme fehlerfrei funktionieren. Bei den Versionen mit Vorderradantrieb, die oft schwere Lasten transportiert haben, achten Sie auf den Verschleiß der Vorderreifen und der Aufhängung.
Karosserieversionen und Ausstattungslinien
Die Bezeichnungen der Ausstattungslinien unterscheiden sich je nach Markt und Jahr; wir nennen die am häufigsten angetroffenen Versionen.
Furgonas
Erste und zweite GenerationDie beliebteste Nutzfahrzeugversion mit großem Laderaum.
- Mehrere Längen und Dachhöhen
- Oft — eine oder zwei seitliche Schiebetüren
- Große Hecktüren öffnen sich weit
Kombi
Erste und zweite GenerationPersonentransportversion für Passagiere oder Teams.
- Mehrere Sitzreihen
- Seitliche Fenster im Passagierbereich
- Einfache, leicht zu reinigende Innenausstattung
Važiuoklė su kabina
Erste und zweite GenerationBasis für Pritschen, Kastenwagen und andere spezielle Karosserien.
- Einfach- oder Doppelkabine
- Oft — mit Pritschenplattform oder Kastenaufbau
- Oftmals — Heckantrieb
Trendline
Zweite GenerationBeliebte Arbeitsausstattung mit der notwendigen Ausstattung.
- Einfache, robuste Kabinenausstattung
- Oftmals — Stahlfelgen
- Oftmals — Klimaanlage und Tempomat
Highline
Zweite GenerationBestausgestattete Version für lange Strecken.
- Bessere Kabinenausstattung
- Oftmals — größerer Multimedia-Bildschirm und Navigation
- Oftmals — mehr Fahrerassistenzsysteme
Vergleich der zweiten Generation der Transporter
| Priekinių ratų pavara | Galinių ratų pavara | 4MOTION | |
|---|---|---|---|
| Für wen geeignet | Für die Stadt und leichtere Ladungen | Für schwere Ladungen und Anhänger | Für rutschige und unebene Straßen |
| Ladeboden | Niedriger | Höher | Höher |
| Wichtig im Winter | Gut, wenn die Antriebsräder beladen sind | Schlechter für ein leeres Auto | Der Beste |
| Preis auf dem Gebrauchtwagenmarkt (relativ) | € | €€ | €€€ |
Für die meisten Arbeiten in der Stadt und im Umland reicht die Vorderradantrieb des Crafter aus. Den Hinterradantrieb sollte man wählen, wenn man schwere Ladungen oder einen Anhänger transportiert, und 4MOTION nur, wenn man häufig auf schlechten Straßen unterwegs ist.
Vorteile
- Großer Laderaum und viele Karosserievarianten
- Die Kabine der zweiten Generation ist bequem und fährt sich wie ein Pkw
- Breite Auswahl an Antriebsarten — Vorderradantrieb, Hinterradantrieb oder Allradantrieb
- Viele moderne Assistenzsysteme in neueren Autos
Nachteile
- Korrosion an der Karosserie der ersten Generation
- Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist die zweite Generation oft teurer als die Konkurrenz
- Nutzfahrzeuge sind oft stark abgenutzt
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich der Crafter der ersten Generation vom Mercedes-Benz Sprinter?
Der Crafter der ersten Generation und der Sprinter dieser Zeit haben eine gemeinsame Karosserie und Fahrwerk, aber unterschiedliche Motoren: Crafter — Volkswagen TDI, Sprinter — Mercedes-Benz CDI. Der Crafter der zweiten Generation ist bereits ein vollständig eigenständiges Volkswagen-Modell.
Welches Crafter-Getriebe wählen — Vorderrad- oder Hinterradantrieb?
Wenn Sie mittlere Ladungen transportieren und viel in der Stadt fahren, reicht der Vorderradantrieb aus: Er ist günstiger, leichter und hat eine niedrigere Ladehöhe. Der Hinterradantrieb eignet sich besser für schwere Ladungen, Anhänger und die schwersten Versionen.
Lohnt es sich, einen Crafter der ersten Generation zu kaufen?
Nur wenn der Preis zum Zustand passt und die Karosserie nicht verrostet ist. Viele Fahrzeuge der ersten Generation haben bereits viele Kilometer auf dem Buckel, daher ist es vor dem Kauf ratsam, sie in der Werkstatt auf einer Hebebühne zu überprüfen.
Worin unterscheidet sich der Crafter vom MAN TGE?
Der MAN TGE ist der Zwilling des Crafter der zweiten Generation: Technik, Motoren und die meisten Teile sind gleich, nur die Front, das Interieur und das Service-Netzwerk unterscheiden sich.
Aktualisiert 2026-10-09 · Ausstattungslinien und Ausstattung unterscheiden sich je nach Markt und Baujahr — prüfen Sie die Ausstattung des konkreten Fahrzeugs. · Automatisch übersetzt





























