Opel Combo: D- und E-Serie, Motoren und Karosserieversionen
Opel Combo — kompakter Lieferwagen und Familienauto, in Litauen oft für kleine Unternehmen, Dienstleistungen und den täglichen Gebrauch gekauft. Wir werfen einen Blick darauf, wie sich die D- und E-Serie unterscheiden, welche Motoren am häufigsten zu finden sind, welche Karosserieversionen verfügbar sind und was vor dem Kauf eines gebrauchten Combo zu beachten ist.
Combo im Überblick
Der Combo wird bereits seit mehreren Jahrzehnten produziert, aber auf dem Gebrauchtwagenmarkt sind hauptsächlich die beiden neuesten Serien zu finden. Der Combo D (2011–2018) wurde gemeinsam mit Fiat entwickelt und ist im Wesentlichen ein Zwilling des Fiat Doblò. Der Combo E (seit 2018) basiert auf der Plattform der PSA-Gruppe (heute Stellantis) und ist eng verwandt mit dem Citroën Berlingo, Peugeot Partner und Rifter, Toyota ProAce City, und seit 2022 auch mit dem neuen Fiat Doblò.
Der Combo ist als Lieferwagen (Cargo), Doppelkabinen-Lieferwagen und Personenwagen erhältlich — in der D-Serie hieß er Combo Tour, in der E-Serie Combo Life. In beiden Serien kann man zwischen einer kürzeren und einer längeren Karosserie wählen, sodass das Modell sowohl für Stadtkurierdienste als auch für größere Familien geeignet ist.
D- und E-Serie — die Unterschiede
Der Combo D (2011–2018) ist ein einfacher, geräumiger und recht robuster Arbeitswagen. Seine Stärke liegt im großen Laderaum und der einfachen Technik, die sowohl Opel- als auch Fiat-Mechaniker gut kennen. Schwächen sind der einfachere, lauterere Innenraum und die ältere Ausstattung.
Der Combo E (ab 2018) wurde moderner: Das Interieur erinnert mehr an einen Pkw, es gibt mehr Fahrerassistenzsysteme und in der Kombiversion findet man oft eine umklappbare Passagiersitzbank mit einer Öffnung für lange Gegenstände. Die Standardversion ist etwa 4,4 m lang, die XL-Version etwa 4,75 m.
Seit 2021 wird die E-Serie auch als elektrischer Combo-e produziert, und 2024 wurde das Modell überarbeitet: Front, Innenraum und Ausstattung wurden verändert. Gebrauchte Fahrzeuge der E-Serie sind teurer, haben aber oft weniger Kilometer auf dem Tacho und sind sparsamer.
Motoren und Getriebe
Der Combo D wird häufig mit den Dieselmotoren 1.3 CDTI, 1.6 CDTI und 2.0 CDTI (ca. 90–135 PS) angeboten. Seltener findet man den 1.4-Benziner, die 1.4-Turbo-Version und die Variante mit Erdgas (CNG). Die Getriebe sind meistens manuell, gelegentlich auch automatisiert.
Der Combo E hatte zunächst einen 1.6-Diesel, doch bald wurde der 1.5-Dieselmotor (ca. 75–130 PS) zum Hauptmotor. Der 1.2-Turbo-Benziner leistet etwa 110–130 PS. Die leistungsstärksten Motoren werden oft mit einem 8-Gang-Automatikgetriebe kombiniert.
Der elektrische Combo-e hat eine Batterie von etwa 50 kWh und einen Elektromotor mit etwa 136 PS. Er eignet sich gut für Stadtfahrten, aber vor dem Kauf sollte man die reale Reichweite mit Ladung und im Winter berücksichtigen.
Was beim Kauf eines gebrauchten Combo zu beachten ist
Arbeitswagen Combo sind oft stark gefahren, daher sollten Sie den Zustand anhand der technischen Inspektionen und Serviceeinträge überprüfen. Bei Dieselfahrzeugen prüfen Sie die Kupplung und die Zweimassenschwungscheibe, den Partikelfilter (DPF) und das EGR-Ventil – besonders, wenn das Fahrzeug hauptsächlich in der Stadt gefahren wurde.
Bei den E-Serie-Modellen mit 1,5-Liter-Dieselmotor fragen Sie nach, ob die AdBlue-Anlage funktioniert – bei diesen PSA-Motoren sind Probleme mit der AdBlue-Pumpe und dem Tank bekannt. Der Verteilerriemen des 1,2-Liter-Turbo-Benzinmotors läuft in Öl und kann bei unsachgemäßer Wartung früher verschleißen, daher ist es wichtig, rechtzeitig das richtige Öl und die Riemenwechselhistorie zu überprüfen.
Überprüfen Sie die Scharniere der Schiebetüren, die Scharniere der Hecktüren, den Boden und die Seitenwände des Laderaums. Bei den Personenwagen-Versionen prüfen Sie die Befestigungen der Rücksitze und, falls vorhanden, die dritte Sitzreihe.
Karosserieversionen
Die Bezeichnungen der Ausstattungsvarianten unterscheiden sich je nach Markt und Jahr, daher nennen wir die häufigsten Karosserieversionen.
Combo Cargo
D- und E-SerieDie beliebteste Nutzfahrzeugversion mit zwei oder drei Plätzen in der Kabine.
- Standard- oder verlängerte Karosserie
- Oft – eine oder zwei Schiebetüren auf der Seite
- In der E-Serie oft – eine umklappbare Passagiersitzbank mit einer Öffnung für lange Gegenstände
Combo Cargo XL
E-SerieLängere, etwa 4,75 m lange Nutzfahrzeugversion für größere Ladungen.
- Längerer Laderaum
- Geeignet für längere Materialien und Paletten
- Oft – doppelflügelige Hecktüren
Dvigubos kabinos furgonas
D- und E-SerieEin Lieferwagen mit einer zweiten Sitzreihe — ideal für die Arbeit mit einem Team.
- Zweite Sitzreihe
- Kleinerer Laderaum hinter der Trennwand
- Oft — längere Karosserie
Combo Tour
D-SerieDer Kombi der D-Serie, beliebt bei Familien und Transportunternehmen.
- 5 oder 7 Sitze
- Geräumiger Kofferraum
- Einfache, leicht zu reinigende Innenausstattung
Combo Life
E-SerieDer Kombi der E-Serie, nah am klassischen Familienauto.
- Oft — 5 oder 7 Sitze
- Standard- oder XL-Karosserie
- Oft — mehr Fahrerassistenzsysteme
Combo-e
E-Serie (ab 2021)Elektrische Version, sowohl als Lieferwagen als auch als Kombi erhältlich.
- Eine Batterie von etwa 50 kWh
- Leises Fahren in der Stadt
- Oft — Möglichkeit zum Schnellladen
Vergleich der E-Generationen
| Combo Cargo | Combo Cargo XL | Combo Life | Combo-e | |
|---|---|---|---|---|
| Für wen geeignet | Für Kurier- und Dienstleistungen | Für größere Ladungen | Für Familie und Reisen | Für Stadttransporte |
| Allradantrieb (häufig) | Stahl | Stahl | Stahl oder Leichtmetall | Stahl oder Leichtmetall |
| Innenraum | 2–3 Sitze in der Kabine | 2–3 Sitze in der Kabine | 5 oder 7 Sitze | Laderaum oder Personenraum |
| Motor | 1.5 Diesel, 1.2 Turbo | 1.5 Diesel | 1.5 Diesel, 1.2 Turbo | Elektrisch, etwa 136 PS |
| Preis auf dem Gebrauchtwagenmarkt (relativ) | € | €€ | €€ | €€€ |
Für den täglichen Einsatz ist der Combo Cargo mit 1.5 Diesel oft die vernünftigste Wahl, und wenn Sie längere Ladungen transportieren, ist die XL-Version ideal. Für Familien eignet sich der Combo Life besser, während der Combo-e sinnvoll ist, wenn Sie hauptsächlich in der Stadt fahren und viel zu verstauen haben.
Vorteile
- Große Auswahl und günstige Ersatzteile (geteilt mit Fiat- und Stellantis-Modellen)
- Sparsame Dieselmotoren
- Geräumiger Laderaum und eine Personenversion mit 7 Sitzen
- Der Innenraum der E-Serie ist so komfortabel wie der eines Kleinwagens
Nachteile
- Nutzfahrzeuge sind oft stark abgenutzt
- Probleme mit dem AdBlue-System des 1.5 Diesel der E-Serie
- Der Innenraum der D-Serie ist einfach und laut.
Häufige Fragen
Worin unterscheidet sich der Opel Combo E vom Citroën Berlingo und Peugeot Partner?
Der Combo E, Berlingo und Partner (sowie Rifter) basieren auf derselben Plattform und haben dieselben Motoren sowie den Großteil der Technik. Unterschiede gibt es beim Frontdesign, den Details im Innenraum und den Ausstattungsvarianten. Daher lohnt es sich, je nach Zustand und Ausstattung des jeweiligen Fahrzeugs zu entscheiden.
Welche Combo-Generation eignet sich für den Einsatz im Beruf?
Wenn das Budget begrenzt ist, ist der Combo D ein einfaches und günstiges Arbeitsfahrzeug, aber meistens stark gefahren. Der Combo E ist komfortabler, sparsamer und moderner, daher ist er für viele Käufer die bessere Wahl, wenn der Preis stimmt.
Lohnt sich der Kauf eines Combo mit dem 1.2 Turbo Benzinmotor?
Ja, wenn Sie hauptsächlich in der Stadt und über kurze Strecken fahren. Fragen Sie vor dem Kauf nach der Ölwechselhistorie und dem Zustand des Keilriemens, denn dieser Motor läuft im Öl und ist wartungsintensiv.
Aktualisiert 2026-10-09 · Ausstattungslinien und Ausstattung unterscheiden sich je nach Markt und Baujahr — prüfen Sie die Ausstattung des konkreten Fahrzeugs. · Automatisch übersetzt





























