MAN Lion’s Coach: Touristenbus, Generationen, Motoren und Überprüfung
MAN Lion’s Coach — Touristen- und Fernbus, dessen Wurzeln bis ins Jahr 1996 zurückreichen. Wir werfen einen Blick auf die Generationen, Versionen, Motoren, Sitzplatzanzahl und was beim Kauf eines Gebrauchtwagens wichtig ist.
MAN Lion’s Coach kurz und knapp
MAN Lion’s Coach — Touristen- und Fernbus, den Fahrer für Ausflüge, internationale Fahrten und regelmäßige Linien nutzen. Er ist mit zwei und drei Achsen erhältlich und somit für verschiedene Passagierzahlen geeignet.
Das Modell überzeugt durch eine robuste Konstruktion, einen komfortablen Innenraum und wirtschaftliche Motoren. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt ist der Lion’s Coach einer der beliebtesten deutschen Touristenbusse.
Generationen und Versionen — worin liegen die Unterschiede
Die Wurzeln des Lion’s Coach reichen in die Mitte der 1990er Jahre zurück, als der Lion’s Star vorgestellt wurde. Später wurde das Modell überarbeitet, und neuere Generationen boten ein modernes Design, wirtschaftlichere Motoren und Sicherheitsysteme. Auf dem Gebrauchtwagenmarkt findet man verschiedene Generationen.
Der Bus ist in mehreren Längenversionen erhältlich — von etwa 12 bis fast 14 Metern. Es gibt auch die Bezeichnungen „C“ und „L“, die verschiedene Versionen mit drei Achsen oder größerer Länge anzeigen. Die Sitzplatzanzahl liegt in der Regel bei etwa 49–60, abhängig von der Länge.
Die Ausstattungsvarianten unterscheiden sich: In der Basisversion sind die Sitze einfacher, während die höherwertigen Versionen mehr Beinfreiheit, ein WC, eine kleine Küche und Multimedia bieten.
Motoren und Getriebe
Der Lion’s Coach wird von MAN-Sechszylinder-Dieselmotoren angetrieben. In neueren Versionen kommen etwa 10- und 12-Liter-Motoren zum Einsatz, die die Euro-6-Normen erfüllen, wobei die Leistung etwa zwischen 360 und über 480 PS schwankt. Ältere Modelle entsprechen den Euro-3- bis Euro-5-Normen.
Die Schaltgetriebe sind manuell, automatisiert („TipMatic“) oder automatisch. Automatisierte Getriebe sind für lange Fahrten bequem, erfordern jedoch regelmäßige Wartung.
Worauf beim Kauf eines gebrauchten Lion’s Coach achten
Zunächst die Wartungsgeschichte und die Tachografendaten. Busse fahren oft viel, daher sollten Sie das vollständige Wartungsbuch und die Prüfdokumente anfordern. Überprüfen Sie die Luftfederung, die Bremsen und die Reifen.
Motor und Getriebe sollten reibungslos funktionieren, ohne Vibrationen oder Ruckeln. Überprüfen Sie das AdBlue- und SCR-System, den Partikelfilter, das Kühlsystem und die Klimaanlage – Klimakontrolle ist bei langen Fahrten sehr wichtig.
Überprüfen Sie den Innenraum: Sitze, Verkleidung, Gepäckraum, Treppen und Fenster. Den Karosserie sollten Sie auf Korrosion und lackierte Teile prüfen, die Elektrik auf defekte Verbindungen. Vergleichen Sie die Nummern mit den Dokumenten.
Versionen
Bezeichnungen und Ausstattung variieren je nach Markt und Jahr; wir listen die in Europa am häufigsten vorkommenden Varianten auf.
Lion’s Coach (12 m)
1996–Die Standardversion für Tourismus und Langstreckenfahrten.
- Zweiachsige Variante
- Ca. 49–55 Plätze
- Breites Spektrum an Ausstattungsvarianten
Lion’s Coach L
1996–Längere Version für mehr Passagiere.
- Mehr Sitzplätze
- Oft mit drei Achsen
- Oft mit Toilette und kleiner Küche
Lion’s Coach C
1996–Alternative Version mit anderer Länge und Aufteilung
- Andere Länge und Kofferraum
- Oft auf derselben technischen Basis
- Geeignet für lange Reisen
Lion’s Coach Euro 6
1996–Neuere Versionen mit Euro-6-Motoren
- Überarbeitete Motoren
- Zusätzliche Sicherheitsysteme
- Oft teurer auf dem Gebrauchtwagenmarkt
Vergleich der Hauptversionen des Lion’s Coach
| 12 m | L | Euro 6 | |
|---|---|---|---|
| Für wen geeignet | Für den Standardurlaub | Für viele Passagiere | Für lange Reisen |
| Achsen | Zwei | Zwei oder drei | Zwei oder drei |
| Sitzplatzanzahl (meistens) | Ca. 49–55 | Ca. 55–60 | Ca. 49–60 |
| Preis auf dem Gebrauchtwagenmarkt (relativ) | €€ | €€€ | €€€ |
Für die meisten Fahrer ist die Standardversion mit 12 Metern Länge ausreichend, für größere Gruppen die L-Version. Die neueren Euro-6-Modelle eignen sich für lange Reisen. Wichtig ist die Wartungsgeschichte.
Vorteile
- Robuste Bauweise und komfortabler Innenraum
- Wirtschaftliche Motoren
- Breites Angebot an Ersatzteilen und Serviceleistungen
- Große Auswahl an Versionen
Nachteile
- AdBlue und SCR-System können teuer sein
- Viele gebrauchte Busse haben hohe Laufleistung
- Reparaturen an automatischen Getrieben können teuer sein
Häufige Fragen
Wie viele Plätze hat der Lion’s Coach?
Das hängt von der Länge und der Innenraumgestaltung ab, meistens etwa 49–60 Plätze. Die genaue Anzahl finden Sie in den technischen Dokumenten.
Was bedeuten C und L in der Bezeichnung?
Das sind Kennzeichnungen für verschiedene Versionen, die sich auf die Länge, die Anzahl der Achsen und die Innenraumgestaltung beziehen. Die genauen Unterschiede finden Sie in den Dokumenten des jeweiligen Busses.
Lohnt es sich, einen Lion’s Coach mit hoher Laufleistung zu kaufen?
Wenn es eine vollständige Wartungsgeschichte gibt und der Bus technisch einwandfrei ist, ja. Allerdings benötigt ein Bus mit hoher Laufleistung mehr Pflege, also handeln Sie beim Preis.
Aktualisiert 2026-10-21 · Ausstattungslinien und Ausstattung unterscheiden sich je nach Markt und Baujahr — prüfen Sie die Ausstattung des konkreten Fahrzeugs. · Automatisch übersetzt





























